Ein knappes Spiel entschied der FK Schwampel am Ende aufgrund der besseren Standards für sich. Der ASV haderte einmal mehr mit der Chancenverwertung.
Es entwickelte sich schnell ein rassiges, tempostarkes Spiel, das der ASV in der ersten Viertelstunde beherrschte. Die Gäste kamen kaum einmal über die Mittellinie so dass die Führung durch David G. hochverdient war. In dieser Phase vergab der ASV weitere gute Chancen und hätte gut und gerne 3:0 in Führung gehen können.
Langsam bissen sich die Gäste ins Spiel zurück. In der Folgezeit war das Spiel ausgeglichen. Der FK Schwampel war vor allem nach Ecken gefährlich, befreite sich mit schnellen Abspielen ansonsten jetzt besser aus der Umklammerung des ASV.
In der zweiten Hälfte hatten die Gäste zunächst ein optisches Übergewicht, ohne vor dem Tor jedoch wirklich für Gefahr zu sorgen. Erst eine Ecke brachte den mittlerweile verdienten Ausgleich. Der ASV brauchte jetzt ein bisschen, um sich von dem Gegentreffer zu erholen, kam aber mehr und mehr zurück ins Spiel. Vor allem hatte der Gastgeber die besseren Situationen aus dem Spiel heraus. Ein Tor wollte jedoch nicht gelingen. Als sich alle schon mit dem Remis arrangiert hatten, brachte ein direkt verwandelter Freistoß den Siegtreffer für die Gäste.
Vor allem die mangelhafte Chancenverwertung des ASV, der vor dem gegnerischen Tor mal zu verspielt, mal zu eigensinnig, mal nicht konsequent genug agierte, wurde dem ASV zum Verhängnis. Ein Fazit, das diese Saison allzu oft Gültigkeit hatte. Denn die schlechtere Mannschaft war der ASV über die 90 Minuten sicher nicht.
Der ASV startete gut in die Partie und ging nach 6 Minuten nach einer schönen Flanke von Freddi durch David G. in Führung. Gegen die zu diesem Zeitpunkt noch zu zehnt spielende Truppe von ZME hatte der ASV ein deutliches Übergewicht, das zunächst auch bestand hatte, als die ZME in Gleichzahl war. Freddi zielte nach 20 Minuten über das Tor. Das hätte das 2:0 sein können, vielleicht auch müssen. Nach ca. 35 Minuten kam die ZME besser ins Spiel und entwickelte zunehmend Gefahr vor dem ASV-Tor. Der ASV trug mit einigen Ungenauigkeiten und ein, zwei unnötigen Querpässen selbst dazu bei, dass er unter Druck geriet. So fiel das 1:1 fast folgerichtig. 3 Minuten später lag der Ball dann schon wieder im ASV-Netz, doch der Linienrichter hatte zuvor auf Abseits erkannt. Jetzt schwamm der ASV etwas, rettete das 1:1 jedoch in die Pause.
Nach der Pause war der ASV zunächst wieder die bessere Mannschaft. Plötzlich entschied der Schiri bei einem Zweikampf mit im ASV-Strafraum zu Unrecht auf Strafstoß für ZME. Doch der faire Gegenspieler gab auf Nachfrage des Schiris zu, dass kein Foulspiel vorlag. In Wirklichkeit hatte der ZME-Spieler von hinten den Fuß von Armin getroffen und war dabei zu Fall gekommen. Kurze Zeit später fiel dann trotzdem das Führungstor für ZME als der Ball aus spitzem Winkel zwischen Torwart und Pfosten ins Tor ging. Danach gab es einen berechtigten Strafstoß für ZME. Steffen, der im Tor des ASV stand, parierte den Schuss jedoch glänzend. Der ASV versuchte weiter nach vorne zu spielen, musste aber aufpassen, nicht in die Konter der ZME zu laufen, die jetzt mit zwei schnellen Spielern immer wieder Nadelstiche setzten.
Der ASV machte sich in dieser Phase aber selbst das Leben schwer als nach einem unnötigen Dribbling in der letzten Reihe der Ball an der Mittellinie verloren ging und der anschließende Konter das 1:3 brachte. Der ASV wechselte nochmal offensiv und das zahlte sich aus. Thomas S. tankte sich in der rechten Strafraumhälfte durch und flankte in die Mitte, wo «Kopfballungeheuer» David G. den Ball ins Tor verlängerte. Nur noch 2:3. Der ASV setzte weiter nach. Freddi hatte die große Chance mit einem Lupfer, der allerdings über das Tor ging. Wenig später wurde er bei einem Dribbling im Strafraum gelegt. Doch wieder mal bewahrheitete sich, dass der Gefoulte nicht selbst schießen sollte. Danach gab es noch eine Chance durch San, der jedoch den Ball nicht richtig traf.
Anschließend war Schluss. Es war ein knappes Spiel. Am Ende hätte der ASV noch den Ausgleich erzielen können, doch es reichte nicht mehr.
Zum Einsatz kamen:
Tor: Steffen
Abwehr: Manuel, Clemens, Götz, Stefan W., Armin, David K.
Mittelfeld: Fred, Eazy, Gregor, David G., Thomas S., Vinz
Angriff: Freddi, San
In der Hitze von Dünsbach errang der ASV in einem starken Teilnehmerfeld von 10 Mannschaften einen formidablen 4. Platz beim im Liga-Modus ausgetragenen ICE-ASV-Headless-Turnier.
Das Prestigeduell zum Start
Freitag morgen startet das Turnier gleich mit einem Remis zwischen den später topplatzierten Cowboys aus Easton und der Internationalen Härte aus Hannover. Für den ASV geht es am Mittag los. Als erstes steht das Prestigeduell mit der ICE Neckarstrasse an. Die steht mit 17 Spielern auf dem Platz. Beim ASV ist man immerhin mit 12 Leuten am Start. Besser als gedacht. Anton verstärkt sehr zum Leidwesen der ICE den ASV und trifft (Ironie des Schicksals) zum 1:0-Siegtreffer. Das geht ja gut los.
Während The Yard und die Internationale Härte schon fließig punkten, wartet der ASV auf sein zweites Spiel. Der Lokalmatador TSV Dünsbach tritt erst spät ins Turnier ein. Die nicht so gute Auswahl wird vom ASV 5:0 vom Platz gefegt. Vinz, Thomas S., Lukas, Anton und Chris N. per 11m-Nachschuss hatten getroffen. Später verstärkt sich Dünsbach und gewinnt die beiden nächsten Spiele (unter anderem gegen die ICE), um am nächsten Tag wegen Spielermangels aus dem Turnier auszuscheiden. Schade eigentlich.
The Yard ist der erwartet schwere Gegner des dritten Spiels. Der ASV lässt nichts zu, kommt aber auch vorne nicht durch. Aufregung bei einer Blutgrätsche an der Eckfahne gegen Flo und einen Würgegriff an den Hals von Freddi durch zwei Spieler von The Yard. Hinterher haben sich alle wieder lieb. 0:0 am Ende.
Unterdessen stecken die Lunatics, der Gastgeber des nächstjährigen Turniers, zwei deutliche Niederlagen gegen The Yard und Internationale Härte ein. Die letztgenannten Mannschaften bestimmen den ersten Turniertag, dicht gefolgt von den Cowboys, dem ASV und Zeezicht, dem zweiten belgischen Verein und Co-Gastgeber des nächstjährigen Turniers.
Die Sonne brennt den ganzen Tag auf den Platz. Das Bier, meist in Form von Radler für die Spieler, fließt. Abends spielt man Bierpong. Vinz und Nino haben die ruhigste Hand. Bei den anderen sieht es häufig aus wie bei Lucky Lukes Hund Rantanplan: „Ich spring ihm in die Arme – zu kurz (oder zu weit).“ Auch die Nacht wird für einige zu kurz. Kennt man ja schon.
Die Auferstehung der Neckarstrasse
Am Samstag geht es früh morgens weiter. Traditionell findet das erste Spiel eine gute halbe Stunde später statt als geplant. Die ICE Neckarstrasse muss ran, hat aber nur 6 Spieler. Die wenigen ASV-Spieler die schon wach sind, können auch nicht aushelfen, weil sie pfeifen müssen. Erste Stimmen bei der ICE werden laut, das Spiel abzusagen. Dann finden sich plötzlich doch noch genug Spieler. Und am Ende gewinnt die ICE tatsächlich gegen The Yard mit 1:0. Manche meinen, man solle ein T-Shirt drucken lassen: „ICE-Yard Dünsbach 2018 1:0“. Dass dieses Spiel nur der Auftakt einer nie gesehenen Siegesserie wird, ahnt noch niemand. Nach weiteren knappen 1:0-Siegen gegen Bambule und Lunatics muss sich die ICE nur dem Turniersieger mit 0:1 beugen, während der Sonntag drei klare Siege bescheren wird, u.a. 3:0 gegen die bis dahin stark spielenden Easton Cowboys. Frieder, der auch beim ASV spielte, und Norman in der Abwehr sowie die Offensive der Freiburger „Kämpfenden Herzen“ bildeten eine dabei starke Achse.
Der schwarze Tag des ASV
Der ASV dagegen kommt über ein 0:0 gegen Zeezicht nicht hinaus. Der Samstag wird der Tag, der dem ASV eine bessere Platzierung kostet. Lediglich Republica kann mit 2:1 geschlagen werden, durch 2 Tore von Anton. Gegen die Easton Cowboys, die am Samstag noch in guter Form aufliefen, musste der ASV dann sogar eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Gegen Abfahrt Bambule reichte es später nur zu einem 0:0. Überhastete Aktionen prägen am Samstag das Bild. Insgesamt ist das Spiel des ASV wenig ansehnlich und hat auch keine besseren Ergebnisse verdient. Dennoch hätte es beim 0:0 gegen Bambule 2 Elfmeter zugunsten des ASV geben müssen.
Es geht doch
Sonntag. Der ASV startet gegen den Turniersieger Internationale Härte. Nach einem 0:1-Rückstand dreht der ASV das Ergebnis auf 2:1, muss sich im Endspurt jedoch 2:3 geschlagen geben, wobei ein Remis das gerechtere Ergebnis gewesen wäre. Der ASV hatte sich hier gut verkauft, war wegen der ersten Häfte auf Augenhöhe und zeigte eines seiner besten Turnierspiele. San und Gregor mit einem schönen Schlenzer trafen zur zwischenzeitlichen Führung.
Trotz des Kräfteverschleißes der letzten Tage unter tropischer Hitze ging der Humor nicht verloren. Nino brachte sich für die nächsten Begegnungen als „durchhängende Spitze“ ins Spiel, das „übergewichtige Mittelfeld“ durfte indes eher als Flachs verstanden werden. Zu oft hatte man (außer am Samstag) ein Übergewicht im Mittelfeld herstellen können.
Nach dem durchwachsenen Samstag lief es nun ohnehin wieder besser. Bad Muskau durfte auf eigenen Wunsch zwei Spiele am Stück spielen und musste sich 3:0 geschlagen geben. Flo, Frieder und San machten das Ergebnis perfekt. Gegen die Lunatics folgte ein 2:0-Sieg. Der ASV hatte am Sonntag wieder eine bessere Spielanlage. Im letzten Spiel war der zuvor angeschlagenen Anton wieder mit an Bord und markierte den 2:0-Endstand mit seinem 5. Turniertreffer für den ASV. Damit krönte er seine starke Leistung und war der ASV-Torschützenkönig. Flo hatte mit seinem zweiten Tor für die Führung gesorgt. Er war wie San am letzten Tag aufgeblüht.
Beim Spiel Internationale Härte gegen Bad Muskau galoppierte der „Kopflose Reiter“ auf das Feld und brachte das Turnier für einige Minuten zum Stillstand. Die Sage kann unter dem Link nachgelesen werden. Zusammenhänge mit dem Turniernamen sind nicht ausgeschlossen.
Der kopflose Reiter
Dünsbach liegt nicht in Russland
Am Ende des Tages liegen Internationale Härte Hannover und The Yard in Front. Trotz Ligamodus hat sich die Turnierleitung für ein Finalspiel Erster gegen Zweiter entschieden. Eine gute Entscheidung, die die meisten Teams mittragen. Ärgerlich ist nur der undefinierbare Gitarrenlärm am Spielfeldrand. „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Musik gehört in die Abendveranstaltungen, aber während dem Sport ist es eher störend. Viele sind genervt. Das Spiel ist auch nicht besser. Am Ende siegt die Internationale Härte im Elfmeterschießen gegen die Briten. Wer nach dem englischen Elfmetersieg bei der WM gedacht hat, die alte Regel sei durchbrochen, dem sei gesagt: Die Ausnahme galt nur in Russland.
Am Ende wird gefeiert. Die Internationale Härte aus Hannover kann zum ersten Mal den Titel des Alternative Worldcup verteidigen. Wasserwerfer kommen zum Einsatz, bescheren denen die es wollen eine Erfrischung. Die die bereits umgezogen sind, suchen das Weite. Jan verliest das Endklassement. Das Turnier ist vorbei. Schön war’s wieder.
Finalfoto mit (fast) allen Beteiligten
Die Platzierungen stimmen in der folgenden Tabelle. Wer noch sachdienliche Hinweise zu den Ergebnissen vom Sonntag ab 13:00 Uhr hat, kann mir diese gerne schicken. Punkte und Tore könnten leicht abweichen:
Pl.
Team
Punkte in ca.
Tore in ca.
1
Internationale Härte (Hannover)
23
12:2
2
The Yard (Totnes/GB)
22
13:4
3
Easton Cowboys (Bristol/GB)
22
10:4
4
ASV Filderstadt (Stuttgart-Kaltental)
18
15:5
5
ICE Neckarstrasse (u.a. Stuttgart)
18
10:5
6
Royal Zeezicht (Antwerpen/Belgien)
14
6:9
7
Abfahrt Bambule (Hamburg)
9
3:8
8
Teutonia Bad Muskau (Bad Muskau)
9
6:14
9
Lunatics (Antwerpen/Belgien)
6
6:16
10
Republica International (Leeds/GB)
5
4:10
11
TSV Dünsbach (Dünsbach)
annulliert
—
Der ASV erreichte 18 Punkte (5 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen) in 10 Spielen bei 15:5 Toren.
Die Spielergebnisse des ASV
ICE Neckarstrasse 1:0 – Tor: Anton
TSV Dünsbach 5:0 – Tore: Vinz, Thomas S., Lukas, Anton, Chris N.
The Yard 0:0
Royal Zeezicht 0:0
Republica International 2:1 – Tore: Anton (2)
Easton Cowboys 0:1
Abfahrt Bambule 0:0
Internationale Härte 2:3 – Tore: San, Gregor
Teutonia Bad Muskau 3:0 – Tore: Flo, Frieder, San
Lunatics 2:0 – Tore: Flo, Anton
Die ASV-Kampfmannschaft
Tor: Jörg
Abwehr: Armin, David K., Frieder, Götz, Matthias, Nino
Mittelfeld: Chris N., Flo, Freddi, Gregor, Isi, Thomas S., Vinz
Sturm: Anton, Lukas, San
Die Tore für den ASV erzielten
Anton (5)
Flo (2)
San (2)
Vinz
Thomas S.
Lukas
Chris N.
Gregor
Frieder
Nach dem furiosen Sieg gegen Tünnes startete der ASV wie so oft Mitte Juli mit einer stark ersatzgeschwächten Truppe. Insofern war es eine Niederlage mit Ansage.
Mit 13, später 14 Leuten bei 28 Grad ging der ASV gegen einen der Favoriten der Stadtliga an den Start. CT United hatte seinerseits knapp 20 Spieler aufgeboten, darunter in der Abwehr einen ehemaligen, hochklassigen Vereinsspieler, der alle Situation quasi im Alleingang klärte. Aber auch sonst war der Gegner gut aufgestellt, konzentrierte sich darauf die starken Spieler des ASV auszuschalten, die so auch nicht besonders zum Zug kamen. Der ASV konnte seinerseits nicht den Weg gehen, die stärksten Spieler des Gegners zu stellen, da einfach zu wenige Leute am Platz standen. Das heißt, der ASV konnte nur taktisch sicher stehen. Punktuelle Manndeckung kam aus konditionellen Gründen nicht in Betracht. Die ersten 20 Minuten hielt der ASV trotzdem gut mit. CT United fiel nicht viel ein, um die Defensive des ASV auszuspielen und so fand das Spiel zunächst mehr im Mittelfeld statt.
Zwei einfache Fehler innerhalb weniger Minuten bereiteten CT United dann den Weg zum Sieg. Mit dem 0:2 war der ASV quasi schon geschlagen. Offensiv gelang dem ASV wenig. Mal kam der Ball zu weit, mal konnte der Stürmer ihn nicht verarbeiten. Mal lief der hochklassige Verteidiger von CT den Ball ab. Der hatte auch eine ganz schöne Geschwindigkeit, so dass sogar schnelle Spieler wie Davig G. und Maxim nicht vorbei kamen. Kurz vor der Pause kam noch das 0:3 dazu. Da war das Spiel schon gelaufen. Auch weil der ASV von Außen nicht mehr nachlegen konnte. CT United wechselte munter durch. Hier mal vier Wechsel, da mal drei. Die Sonne brannte mit 28 Grad auf den Platz.
Besonders die rechte Angriffsseite von CT United sorgte immer wieder für Gefahr. Der ASV stand in der zweiten Halbzeit zwar immer noch passabel. Konnte aber den vierten und fünften Treffer nicht verhindern. Zugute halten muss man der ersatzgeschwächten Truppe, dass sie nicht vollends einbrach. Kämpferisch war alles absolut top. Am Ende war auch Pech dabei, dass nicht wenigstens der Ehrentreffer durch David G. gelang, der auf der rechten Seite ein schönes Solo hingelegt hatte und dessen Schuss äußerst knapp am langen Pfosten vorbeistrich.
Viel mehr ist dann auch zu diesem Spiel nicht zu sagen. Mund abputzen und weiter. In den nächsten Spielen wird wieder eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen. Ein Dank an alle Spieler, die dabei waren und eine höhere Niederlage verhinderten.
Statistisch betrachtet ist Mitte Juli übrigens seit längerem keine gute Zeit für den ASV. Die Ergebnisse der letzten 5 Jahre (inkl. Freundschaftsspiel) zwischen dem 10. und 20. Juli samstags lauteten 0:5, 1:9, 3:5, 2:9, 1:4. Die letzten Spiele, die in dieser Zeit gewonnen wurden stammen aus den Jahren 2011 gegen Pumas (4:3) und der Meistersaison 2010 gegen Tünnes (7:3) und Biddy Early’s (6:3).
«Tünnes ist nicht leicht zu schlagen» hieß es im Vorfeld der Begegnung im internen Stadtliga-Verteiler. Diese Aussage hat durchaus seine Berechtigung – agiert das Team des alten Serienmeisters in entscheidenden Situationen doch oft abgezockt. An diesem Abend war jedoch alles anders.
Der ASV ging fast mit der vollen Kapelle an den Start und startete gleich furios. Der Autor dieses Artikels, der an der Seitenlinie locker die Torszenen des Spiels notieren wollte, kam mit dem Schreiben kaum hinterher, so oft tauchte der ASV schon in der ersten Viertelstunde vor dem Tor von Tünnes auf. Bereits nach 3 Minuten hatte Thomas S. die erste Kopfballchance, doch der Ball strich knapp am Tor vorbei. Ein scharf geschlagener flacher Eckball schoss kurze Zeit später quer durch die Tünnes-Abwehr, vorbei an Freund und Feind. Schon zwei Großchancen, obwohl die Partie gerade mal 5 Minuten alt war.
Das Spiel beruhigte sich nur kurz. Nach 10 Minuten zog Micha aus 20 Metern ab und verfehlte die Führung nur knapp. Nur eine Minute später ging Gregors Schlenzer nach Hereingabe von Fred nur knapp am Tor vorbei. In der 12. Minute dann endlich der Führungstreffer. Chris G. legte den Ball zu Thomas S., der diesmal trocken verwandelte. Zu diesem Zeitpunkt hätte der ASV schon locker 3:0 führen können.
Debütant Chris G. war zu diesem Zeitpunkt der zentrale Spieler des ASV-Teams. Seine Ruhe, Übersicht und Ballfertigkeit taten dem Spiel des ASV gut. Leider war nach 15 Minuten schon wieder Schluss, als er nach einem Pressschlag unsanft zu Bode ging. Das war eine Schwächung für den ASV, der aber zum Glück postwendend das 2:0 nachlegte. Micha hatte Ömer geschickt, der den Ball souverän am Torwart vorbei ins Tor legte.
Trotzdem kam beim ASV nun ein bisschen Unruhe ins Spiel. Einen Freistoß von Tünnes konnte Torwart Jörg, der einen guten Tag erwischte, parieren (18.). Auf der anderen Seite ging ein Lupfer von Thomas S. knapp über das gegnerische Gehäuse. Der gleiche Spieler hatte eine Minute später den nächsten Treffer auf dem Kopf. In der Folge wurde das Spiel offener. Tünnes spielte mehr nach vorne und erzielte mit der zweiten Torchance das 2:1 (23.).
«Tünnes ist nicht leicht zu schlagen». Der Satz kam von einem anderen Team, das vorher seine Begegnung gegen Tünnes nur knapp gewonnen hatte. Weil Tünnes oft mit wenigen Chancen zurückkommt. Und wieder fühlte man sich erinnert an unzählige Begegnungen, in denen es genau so gelaufen war. Plötzlich stand der ASV auch nicht mehr so gut in der Defensive. Das Umschaltspiel von Angriff auf Abwehr dauerte teilweise viel zu lange und etliche Spieler ließen sich durch die Unruhe auf dem Platz ablenken. Nadelstiche konnte der ASV trotzdem setzen. Ömer hatte zwei Chancen, die erste per Weitschuss, die zweite nach einem Alleingang. Auf der Gegenseite rettete Hannes auf der Torlinie. Da wäre er fast gewesen, der Ausgleich. Mit der dritten Toraktion von Tünnes. Nun aber nutze der ASV eine Konterchance. Micha ging allein durch und verwandelte zum 3:1 (29.). Das brachte wieder ein wenig Ruhe ins Spiel, das nach der atemberaubenden ersten halben Stunde nun zwischenzeitlich ein wenig verflachte.
Erst 10 Minuten später legte Vinz nach einem Konter den Ball rechts rüber auf Chris N., dessen Schuss ins kurze Eck jedoch vom Torhüter des Gegners pariert wurde. Gegen Ende der ersten Hälfte kam wieder Unruhe auf, von der sich der ASV zunehmend anstecken ließ.
In der Pause wurde der Plan für die zweite Hälfte festgelegt. Das defensive Mittelfeld stärken, nicht von der Unruhe anstecken lassen, sondern das eigene Spiel durchziehen und vor allem auch auf das defensive Umschaltspiel achten. Denn die Löcher vor der Abwehr waren kurz vor der Pause deutlich zu groß.
Die Ansagen fruchteten. Der ASV erspielte sich wieder eine optische Überlegenheit. Die erste Chance der zweiten Hälfte hatte Ömer. Anschließend kam Micha im Strafraum aus der Drehung zum Schuss. Ein Tünnes-Spieler hielt den Fuß drauf, Elfmeter. Hannes trat an, doch der Torhüter konnte parieren. Im Nachsetzen versuchte es Hannes per Grätsche, Thomas S. war aber von hinten in den Strafraum geeilt und spitzelte letztlich den Ball über die Torlinie zum 4:1 (50.). Bereits eine Minute später markierte Micha seinen zweiten Treffer nach einer Flanke von Ömer, 5:1. Auf der Gegenseite konnte sich Jörg am 5er auszeichnen, als Tünnes über außen durchbrach und er dem Stürmer letztlich den Ball vom Fuß klaute.
Der ASV war nun sehr gut in der Partie und jeder erfüllte seriös seine Aufgaben. Nichts zu sehen vom often gescholtenen Loch vor der Abwehr. Überragend in der zweiten Hälfte waren Gregor und Fred, die alle Löcher zuliefen und im Ballbesitz von Tünnes nicht zu stellen waren. Vorne trafen Thomas S., Micha und Ömer fast wie sie wollten und hinten stand die gesamte Abwehrreihe sicher. Nach 60 Minuten dann das letzte Aufbäumen des Gegners mit einem Weitschuss ins obere lange Toreck, 5:2. Das konnte den ASV allerdings nicht mehr beeindrucken und die Gegenwehr schwand nun.
Wenige Minuten später der vielleicht schönste Angriff des Tages. Ömer zog von halbaußen einen Spurt an, zog ins Zentrum und legte den Ball mit dem Außenrist vorbei am Verteidiger auf den kreuzenden Micha in den Strafraum. Dort hatte dieser noch Zeit, abzustoppen und den Ball auf den linken Fuß zu legen – und da der Torwart zu weit in der Mitte stand, verwandelte Micha trocken ins kurze Eck zum 6:2 (66.).
Maxim, ein weiterer Debütant dieses Abends, war nun im Spiel und machte gleich mit mehreren guten Aktionen auf sich aufmerksam. Zunächst flankte er auf Thomas S., der aber knapp verpasste. Auch Chris N. konnte eine Hereingabe nicht verwerten. Schließlich trat Maxim einen Freistoß hart und flach aufs Tor und der Ball wäre fast unter dem Torhüter durchgerutscht, aber letztlich konnte dieser den Ball gerade noch vor der Torlinie stoppen. Kurz vorher hatte Wolle das 7:2 besorgt (80.).
In der Schlussminute ging zunächst ein Weitschuss von Ömer am Tor vorbei, kurz darauf kam Chris N. nach einer Flanke zum Schuss und den Abpraller staubte San in altbekannter Manier ab. Mit 8:2 ging ein Spiel zu Ende, das fast nur aus Torszenen bestand – gefühlt. Anschließend ließ man sich das vom Gegner netterweise spendierte Bier schmecken. Die Mannschaft hatte es sich an diesem Abend ausnahmslos verdient. Sie hatte seriös verteidigt und nach vorne immer wieder überfallartige Angriffe gefahren. Es war eine der besten Leistungen der letzten Jahre.
Die Tore im Überblick:
1:0 Thomas S. (12., Chris G.)
2:0 Ömer (16., Micha)
2:1 Tünnes (23.)
3:1 Micha (29.)
4:1 Thomas S. (50., Hannes)
5:1 Micha (51., Ömer)
5:2 Tünnes (60.)
6:2 Micha (66., Ömer)
7:2 Wolle (80.)
8:2 San (90. Chris N.)
Zum Einsatz kamen:
Tor: Jörg Abwehr: David K., Götz, Clemens, Hannes, Stephan W. Mittelfeld: Chris G., Gregor, Fred, Thomas S., Vinz, Chris N., Wolle, Maxim, Eazy, Ebi Sturm: Ömer, Micha, San