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ASV – CT United 4:4 (1:3), 9.7.2016 14:00 Feuerbach (Stadtliga)

Am Ende stand ein Sieg der Moral, der Willenskraft, des Nicht-aufgeben-wollens, des Glaubens daran, dass bis zum Ende etwas drin ist.

Samstag 13:45. Das Team steht mit 13 Leuten da, darunter Trainer Thomas Kl. mit seiner Adduktorenverletzung und Volker nach langer Spiel- und Trainingspause auch nicht wirklich fit. Liam, Armin und Steffen komplettieren den 5er-Pack der alten Haudegen. Liam und Armin haben schon 1,5 Stunden Linienrichterei „in den Knochen“. 25-30 Grad auf dem Platz. Konditionell würde man heute eher weniger ausrichten können. Das war schon vor dem Spiel klar. Auf der Gegenseite 15, 16 junge Spieler quietschfidel, lauf- und sprintstark. Mit CT United steht der amtierende Meister auf der anderen Seite. Auch wenn dessen Ergebnisse dieses Jahr nicht so glanzvoll waren, kann sich CT mit einem Sieg für das Finale qualifizieren. Dem ASV reicht ein Punkt.

Die Taktik war also klar. Hinten erstmal sicher stehen, kontern. Schnell erspielte sich der ASV ein, zwei Chancen, ohne den Ball im Tor unterzubringen. CT United lief anfangs ständig ins Abseits. Weil das so gut funktinierte, stand die ASV-Abwehr dann doch höher als zunächst vorgenommen. Dadurch stand der ASV kompakter und es war für CT United schwer, klare Bälle durchzuspielen. Trotzdem kamen sie einmal durch und nutzen ein Missverständnis zum 0:1. So blieb es erstmal. Nach der ersten Trinkpause gelang CT United dann der zweite Treffer. Da passte die Abstimmung in der Hintermannschaft nicht, ein Ausrutscher kam auch noch dazu, 0:2. Das Spiel lief so gar nicht nach Plan.

Doch in mehreren Aktionen hatte der ASV gemerkt, dass die Abwehr von CT United nicht sattelfest ist. Murat nutzte dies zunächst beim 1:2-Anschlusstreffer aus. Doch postwendend fiel hinten das 1:3 als Jörg der Ball aus der Hand rutschte. Es lief nicht gut. Entsprechend die Stimmung in der Halbzeit, Ernüchterung, Unzufriedenheit mit der Leistung anderer – oder auch der eigenen. Auf dem Platz brannte immer noch die Sonne vom Himmel. Die ersten Spieler waren schon an der Grenze der Kondition. Doch von Aufgeben keine Spur. Immer im Wissen, dass bei CT die Abwehr doch gehörig wackelt. Die CT-United-Spieler sind keine Italiener, das hatte man deutlich gesehen. Trotzdem, 1:3 das war schon ein dickes Brett, das es zu durchbohren galt. Dazu die unglücklichen Gegentore in den eigenen Reihen.

Es ging weiter. Das Spiel konnte mit dem vorhandenen Personal nur selten einen klaren Aufbau erhalten. Patrick, der neben Armin in der Innenverteidigung stand, versuchte entweder über Ömer auf der 6 oder mit langen Bällen auf Murat in die Spitze zu spielen. Murat machte vorne viele Bälle fest, teilweise gegen zwei Gegenspieler. So blieb der ASV weiter im Spiel. Irgendwie hatte man das Gefühl: da geht noch was. Und dann war Thomas W. zur Stelle und markierte das 2:3. Anschlusstreffer, Abseitsreklamation bei CT – der Schiedsrichter pfeift, etwas Verwirrung auf dem Platz: Trinkpause. Nochmal alles dransetzen, nochmal alles raushauen.

Wieder auf dem Platz. Viele Spieler schon am Limit – oder darüber. CT hatte unlängst etwas umgestellt, hatten festgestellt, dass im rechten Mittelfeld des ASV öfter ein Loch klafft. Über die rechte Abwehrseite kommen sie meist zu dritt, manchmal zu viert. Schwerstarbeit für Nino und Armin, schwer zu entscheiden, wen man da eigentlich decken soll. Beim 2:4 stehen am 16er zwei Spieler von CT United frei. Den ersten kann Ayse, wie Armin aufgrund seines Kopftuches von Murat getauft wurde, noch stellen. Der zweite kann seinen Meter Vorsprung parallel zum Strafraum laufend nutzen und abziehen. Der Ball schlägt im linken oberen Eck ein. Deprimierend. Wieder 2 Tore Vorsprung für CT. In der Zwischenzeit musste Thomas W. verletzt raus. Das letzte Aufgebot wird immer dünner. 15-20 Minuten noch. Einige Spieler gehen auf dem Zahnfleisch. Eine Herkulesaufgabe steht dem Team bevor.

Die CT-Übermacht auf deren linker Angriffsseite rollt nun einen um den anderen Angriff auf das ASV-Tor. Armin, jetzt im Tunnel, steht 5-10 Meter hinter der Abwehrreihe und kann so den einen oder anderen Ball ablaufen. Auch Torwart Jörg, der bis dahin einen unglücklichen Tag erwischt hatte, hat nun seine Szenen, rettet zweimal in höchster Not. In dieser Phase geht es nur noch über Willenskraft. Egal wie unwahrscheinlich alles ist. Niemand will sich mit der Niederlage abfinden. Plötzlich bricht Volker auf der rechten Seite durch. Als er nun schon mal vor dem Tor steht, schießt er den Ball halt einfach ins Eck. Abgezockt. Es steht 3:4. Noch ein Tor. Jetzt dranbleiben.

Aber im gesamten Spiel war CT jedes Mal zurückgekommen. Diesmal nicht. Der ASV setzt jetzt nach. Das junge Team von CT United ist so kurz vor Schluss deutlich verunsichert, will keine Fehler machen, den Sieg über die Zeit retten. Es geht nochmal ein Ruck durch den ASV, der jetzt alles nach vorne wirft, die letzten Kräfte mobilisiert. CT kann sich nur noch selten aus der Abwehr befreien. Weiter segeln lange Bälle Richtung CT-Tor. Der eine oder andere Eckball bringt zusätzlich Gefahr. Der ASV steht dabei immer mit 8 oder 9 Leuten im oder am gegnerischen 16er. Drei Minuten vor Schluss wieder Ecke. Der Ball fliegt an den langen Pfosten, ein Abwehrspieler wehrt unglücklich ab, der Ball landet zentral vor dem Tor. Da steht Steffen und drückt den Ball über die Linie. Wieder wird abseits reklamiert. Doch der Linienrichter zeigt zur Mittellinie, 4:4. Jetzt noch die letzten Spielminuten überstehen. CT versucht es nochmal, hat aber keine klare Aktion mehr.

Schlusspfiff. Die Spieler des ASV jubeln. Liegen sich in den Armen. Ernüchterung bei CT. Einige verschwinden gleich auf der anderen Seite, die meisten gratulieren aber fair. Das Spiel ging bei allen Beteiligten an die Substanz. Finaaale oohooo! Die Müdigkeit weicht der Freude. Jetzt soll auch der Meister-Pokal her.

ASV – Tünnes 2:3 (0:1), 2.7.2016 12:00 Feuerbach (Stadtliga)

Es war ein Spiel, das man nicht verlieren musste. Über weite Phasen war das Spiel ausgeglichen, hatte der ASV sogar mehr vom Spiel. Allerdings waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Gerade in der ersten Hälfte konnte sich Tünnes kaum in Szene setzen und nutze trotzdem die einzige halbe Torchance aus, nachdem der Rechtsaußen eine weite Flanke am hinteren 5er-Eck ins Tor köpfte. Auf der anderen Seite war Murat elfmeterreif gefoult worden, doch der Linienrichter „überstimmte“ den guten Schiri weil er gesehen haben wollte, dass der Ball gespielt wurde, was aber wohl nicht der Fall war. Der ASV, der 20 Spieler am Start hatte (von denen allerdings nur 18 spielten) hatte sich für die zweite Hälfte viel vorgenommen und tatsächlich gelang es Micha, den Torwart, der weit vor dem Tor stand mit einem Schuss aus ca. 40 m zu überraschen. Der Ausgleich. Doch gleich anschließend, rutschte Aushilfskeeper Mark ein hoher Ball durch die Hände ins Tor und Tünnes führte wieder. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen. Der ASV war nun ein bisschen geschockt und Tünnes drückte nun nach vorne. 10 Minuten später rutschte Thomas im Strafraum weg und ein Tünnes-Spieler konnte den Ball zum 3:1 verwandeln. Das Spiel lief nun klar gegen den ASV. Doch nun kam ein zweiter Stürmer und langsam bekam der ASV wieder mehr Spielanteile. Es dauerte jedoch bis zur 86. Minute bis der Anschlusstreffer fiel. Murat hatte draufgehalten und der Ball schlug neben dem linken Torpfosten ein. Es kam nun zum Finale. Der ASV warf alles nach vorne und bekam 2 Minuten vor Schluss noch einen Freistoß, den Murat aufs Tor schoss. Es war klar, dass dies auf glitschigem Boden ein schwieriger Ball für den Torwart würde und so hatten gleich drei ASV-Spieler nachgesetzt. Doch Marcus setzte den Ball aus gut 5 Metern an die Querlatte. Eine Riesenchance. Der Ausgleich wäre verdient gewesen. Doch am Ende reichte es nicht. So bleibt für den ASV im nächsten Spiel die Chance, mit einem Unentschieden gegen CT United trotzdem ins Finale einzuziehen. Dort würde es dann erneut gegen Tünnes gehen.

Die Tore:
1:0 Tünnes (40.)
1:1 Micha (52.)
2:1 Tünnes (53.)
3:1 Tünnes (63.)
3:2 Murat (86.)

TSV Dünsbach (AH) – ASV/ICE (AH) 3:2 (0:2)

In einem freundschaftlichen Kick auf dem Platz des Alternative Worldcups von 2014 zwischen den Altstars beider Teams behielt der Gastgeber am Ende knapp die Oberhand. Die ASV/ICE-Altstars gingen durch einen Doppelschlag von Carsten in Führung. Beim ersten Tor staubte er einen Ball ab, den der gegnerische Torhüter fallen ließ, beim zweiten Tor war es ein Fernschuss aus 20 m, der den zu weit vor seinem Tor stehenden Keeper überraschte. Der Gastgeber spielte in der ersten Hälfte bei glühender Hitze zu zurückhaltend und brachte die Abwehr der Gäste kaum in Gefahr. In der zweiten Halbzeit stellten die Dünsbacher um und erspielten sich mehr Torchancen. Eine davon konnte Auchi, der verletzt im Tor stand, noch über die Latte fausten. Dann ging der erste Fernschuss genau neben den Pfosten zum Anschlusstreffer. Wenige Minuten später ging ein weiterer Fernschuss ins Tor. Der Ball schien haltbarer. Die ASV/ICE-Altstars hatten nun nicht mehr viel zuzusetzen. Am Ende brachte ein Konter den Siegtreffer für die Gastgeber. Dennoch war es ein gelungener Nachmittag/Abend, denn die Dünsbacher hatten anschließend Grillfleisch und Bier parat, so dass das Spiel schnell zur Nebensache wurde.

ASV – Pumas 4:1 (1:1), 11.6.2016 14:00 Feuerbach (Stadtliga)

Eine starke Mannschaftsleistung bescherte dem ASV den zweiten Sieg im zweiten Stadtliga-Spiel 2016. Nachdem die Pumas in Führung gehen konnte, kam der ASV stark zurück und beherrschte in der zweiten Hälfte das Spiel.

Da am Vorabend beim ASV noch große Personalnot herrschte, trat der ASV mit 4 Jugendspielern zwischen 14 und 16 Jahren an. Die Jungs machten ihre Sache alle sehr gut. Paul spielte zwei, drei schöne öffnende Pässe aus der Mittelfeldzentrale, Jakob spielte einen soliden Linksverteidiger, Doran gab den schnellen Linksaußen und Richard spielte erst rechts und dann links hinten, dazu später mehr.

Die Pumas hielten zu Beginn gut dagegen und erspielten sich ebenfalls einige Torchancen. So war das 1:0 der Pumas nach 20 Minuten nicht mal unverdient, auch wenn das Spiel relativ ausgeglichen verlief. Nach der Führung machten die Pumas kurze Zeit mehr Druck und blieben durch ihre wendigen Stürmer gefährlich.

Für den Umschwung sorgte dann zunächst Murat, der sich in der 25. Minute rechts in den Strafraum durchspielte und in der Mitte Micha mustergültig bediente. Dieser musste nur noch einschieben, 1:1. Doch die Pumas ließen sich dadurch nicht beeindrucken und bleiben weiter gut im Spiel. Überhaupt war es eine rassige Partie mit Torchancen und guten Spielzügen auf beiden Seiten. So blieb das Ergebnis bis zur Halbzeit bestehen. Die Pumas hatten noch einen Pfostentreffer.

Auch in der zweiten Hälfte zunächst das gleiche Bild: Beide Mannschaften schenkten sich wenig und es gab Torchancen auf beiden Seiten.  Einmal konnte sich ein Pumas-Stürmer gegen zwei ASVler durchsetzen und hätte in der Strafraum durchlaufen können, doch Patrick stoppte ihn mit einem Foulspiel vor dem 16er. Die Pumas forderten Rot, doch der Schiri zückte lediglich Gelb. Eine knappe Entscheidung. Der folgende Freistoß segelte knapp über die Latte.

Insgesamt gewann der ASV nun immer mehr Spielanteile. Swen nagelte den Ball gegen den rechten Innenpfosten, doch der Ball sprang wieder raus. Bei einer der folgenden ASV-Angriffe bekamen die Pumas den Ball nach einer Flanke nicht weg und der Ball sprang zu Thomas, der aus dem Rückraum abzog und den Ball zum 2:1 ins Tor hämmerte (60.). Die Pumas versuchten zwar, nochmal dagegen zu halten, doch das gelang jetzt nicht mehr richtig. Als Micha 10 Minuten später alleine aufs Tor zulief und den Ball über den Torwart lupfte, hätte ein Pumas-Spieler den Ball fast noch weggegrätscht, doch Micha drückte ihn im Nachsetzen über die Linie.

Jetzt waren die Pumas geschlagen und die Löcher in der Abwehr wurden immer größer. Als die Pumas kurz vor Schluss einen Angriff über rechts setzen wollten, eroberte sich der 14-jährige Richard den Ball und ließ seinen Gegenspieler, der nachsetzte auch im folgenden Zweikampf alt aussehen. Unwiderstehlich spurtete der Junge die Außenlinie entlang, zog etwas in die Mitte und spielte auf San, der seinerseits sofort außen auf Micha prallen ließ. Dieser stand plötzlich allein außen im 16er und ließ dem Torwart mit einem harten, platzierten Schuss ins lange Eck keine Chance, 4:1.

Der zweite Dreierpack von Micha im zweiten Saisonspiel. Hinten gab Fred ein starkes Debüt auf der Innenverteidiger-Position. Ansonsten war es schwer, aus der starken Mannschaft noch jemandem herauszuheben.

ASV – 98elf 5:3 (3:1), 25.7.2015 11:00 Feuerbach (Stadtliga)

Mit dem Spiel um Platz 5 ging eine Saison zu Ende, die aus ASV-Sicht etwas unglücklich verlaufen war. Das Remis zum Start gegen die Pumas war letztlich in einer sehr starken Gruppe zu wenig für den Halbfinaleinzug. Gegen Meister CT United, der gegen den ASV quasi in Bestbesetzung aufgelaufen war gab es kurz vor Schluss eine unglückliche 1:2-Niederlage und das 10:3 gegen FC Kwick war nach deren Ausscheiden wertlos. So blieb beim Finaltag nur das Spiel um Platz 5, das jedoch trotz häufigen Durchwechselns letztlich recht souverän über die Bühne gebracht wurde.

Beide Teams waren mit dünner Spielerdecke angetreten und so war es ein klassisches Ausklingen der Stadtliga-Saison um einen fünften Platz.

Der ASV ging schnell in Führung, erspielte sich auch sonst Feldvorteile. Comebacker Marcus erzielte 2 Treffer in seinem ersten Spiel 2015. Der ASV führte bereits recht deutlich mit 3:0 und schien einen ungefährdeten Sieg einzufahren. Zudem wurde noch ein Elfmeter verschossen. Nach dem 3:1 der 98elf konnte der ASV in der zweiten Halbzeit mit 4:1 den alten Abstand herstellen. Dann schlich sich jedoch der Schlendrian ein und plötzlich stand es 4:3. So richtig Gefahr kam allerdings nicht auf. Vielmehr hätte der ASV noch den einen oder anderen Treffer mehr erzielen können, doch statt dem Tor traf man öfter mal in die zweite Etage. Auch die Abwehr stand nicht immer richtig sattelfest. Dazu trugen auch einige Umstellungen bei, denn schließlich sollte beim Saisonabschluss jeder mal ran. Der ASV spielte dann aber letztlich noch konzentriert zu Ende und entschied das Spiel mit dem 5:3 endgültig.

Die Treffer markierten Marcus (2), Murat, Chris und Thomas W.

Am Rande erwähnt sei, dass Thomas W. und Fred anschließend noch bei den Pumas aushalfen. Dort erzielte Thomas W. 4 Treffer in der 2. Halbzeit, darunter ein lupenreiner Hattrick, und Fred steuerte 2 Assists bei.