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ASV – Uniting Nations 3:1 (1:0), 24.6.2017 13:00 Feuerbach (Stadtliga)

Im zweiten Saisonspiel behielt der ASV gegen die «vereinigenden Nationen» verdient mit 3:1 die Oberhand und wahrte damit seine Chance auf den Gruppensieg.

Der Gegner hatte seine beiden ersten Partien gegen die 98elf (3:2) und Vorjahresmeister Tünnes (7:4) gewonnen. Nachdem die 98elf Tünnes im ersten Spiel des Tages mit 7:1 rasiert hatte, hätte man bei einer Niederlage den letzten Gruppenplatz auch im nächsten Spiel nicht mehr verlassen können.

Doch der ASV ließ sich davon nicht beirren und startete furios in die Partie. Schon nach 8 Minuten war Vince auf der linken Seite nicht aufzuhalten, drang in die Strafraum rein und bediente den am langen Pfosten lauernden Ömer, der nur noch einschieben musste. Nach 12 Minuten reklamierte Trainer Thomas die Doppel-10, indem er Murat von rechts mehr in die Zentrale beorderte. Der Ball rollte weiter in Richtung Tor der Uniting Nations, die eigentlich als Favorit in das Spiel gegangen waren. 14 Minute waren gespielt, als Ömer halblinks einen langen Ball aufnahm und aus 20 Metern direkt abschloss – knapp am Tor vorbei.

Der ASV behielt die Oberhand im Spiel. Nur selten konnte sich der Gegner bis an den 16er des ASV durchspielen. Dort war aber meist Endstation bei Götz oder Clemens. Erst in der 20. Minute musste Torwart Jörg zum ersten Mal eingreifen, indem er einen Schuss sicher abwehrte. Danach mussten beiden Teams den hohen Temperaturen Tribut zollen und es ging ein wenig beschaulicher zu. Der ASV wechselte nun mehrfach durch, wodurch der Gegner zwischenzeitlich etwas besser ins Spiel kam, ohne jedoch wesentliche Chancen herauszuarbeiten. Das letzte Highlight der ersten Hälfte war ein Weitschuss von Micha aus 35 Metern, über den weit vor dem gegnerischen Tor postierten Torhüter hinweg, aber letztlich knapp am Tor vorbei.

Nach der Pause startete der ASV in seiner Startformation und legte gleich wieder mächtig los. In der 52. Minute kombinierten sich Ömer und Murat auf der rechten Seite durch und Murat flankte auf den langen Pfosten, wo Freddi den gegnerischen Torhüter per Kopf prüfte. Der gute, wenn auch teilweise etwas übermotivierte Keeper konnte den Ball jedoch parieren. Doch 9 Minuten später übertrieb es der Torwart ein bisschen und schmiss sich in einen Zweikampf mit Ömer, der den Ball jedoch abschirmen konnte, so dass der Keeper Ömer von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte dieser selbst souverän – 2:0. Ein Freistoß von Gregor strich in der 68. Minute knapp am rechten Pfosten vorbei.

Nach der Trinkpause in der 70. Spielminute drehte der ASV nochmals auf. Zunächst setzte sich Freddi rechts außen durch und flankte scharf in die Mitte. Dort verpasste Gregor im Hereinrutschen den Ball nur um Haaresbreite. Zwei Minuten später setzte Micha Freddi zentral ein und dieser verwandelte sicher zum 3:0. Anschließend machten die Uniting Nations nochmal Druck, doch zu mehr als dem 3:1-Anschlusstreffer reichte es nicht mehr. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg des ASV, der das Spiel über weite Phasen kontrollierte und sich wesentlich mehr Torchancen erspielte.

Julius feierte mit einer starken Partie einen gelungenen Einstand im ASV-Team, Ömer erzielte im zweiten Spiel bereits seinen 5. Saisontreffer. Im Mittelfeld gefielen außerdem Freddi und Gregor mit Ihrer Ballsicherheit. Vince leitete mit seiner überlegten Hereingabe den Sieg ein und Thomas S. spielte auf der rechten Abwehrseite eine herausragende Partie. Insgesamt offenbarte das ASV-Team keine Schwächen.

Für den ASV waren am Start:

Tor: Jörg
Abwehr: Clemens, Götz, Thomas S., Nino, David, Hannes
Mittelfeld: Gregor, Freddi, Murat, Chris, Volker, Stefan B., Julius, Wolle, Vince
Sturm: Ömer, Micha, San

Torschützen: 1:0 Ömer, 2:0 Ömer (Foulelfmeter), 3:0 Freddi

ASV – Tünnes 4:5 (2:4), 13.5.2017 11:00 Feuerbach (Stadtliga)

Im ersten Spiel der Stadtliga Stuttgart 2017 zeigte der ASV insgesamt gesehen eine gute Leistung. Zur Halbzeit lag der ASV zwar bereits 2:4 zurück und zwischendurch hatte es sogar 1:4 gestanden. Aber am Ende wurde es eine äußerst enge Partie.

Der ASV startete mit der folgenden Aufstellung: Jörg – Hannes, Götz, Clemens, David – Gregor, Thomas S. – Volker, Wolle, Chris N. – Ömer. Fred, Freddi, Liam, Flo und Ebi kamen im Laufe des Spiels zum Einsatz.

Schiedsrichter der Partie war ein Spieler von Uniting Nations, der leider dadurch auffiel, dass er die Regeln kaum kannte. Aber das war nur eine Randnotiz.

Zunächst war das Spiel ziemlich offen, mit Chancen auf beiden Seiten. Tünnes kam vor allem stark über die linke Seite und verwandelte die erste Chance zum 0:1 (12.). Ömer zielte 3 Minuten später zum 1:1 präzise ins Eck. Eine knappe Abseits-Entscheidung verhinderte zunächst die erneute Führung von Tünnes. Gregor und Fred störten nun gut den Aufbau des Gegners und der ASV gewann in dieser Phase leichte Vorteile. Doch eine Ecke von links brachte Tünnes erneut in Front (20.). Knapp 10 Minuten später fiel das 1:3 durch einen unter die Latte gezirkelten Freistoß.

In der 40. Minute erhöhte Tünnes sogar auf 1:4. Eine halbhohe Flanke von links war über die gesamte Abwehr gesegelt und am langen Pfosten konnte ein Angreifer von Tünnes ungehindert verwandeln. Doch der ASV konnte noch einmal zurück kommen. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Ömer im Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zum 2:4.

Tünnes hatte in der ersten Halbzeit seine wenigen Chancen konsequent genutzt. Kapitän Ömer hatte zweimal für den ASV getroffen.

In der zweiten Hälfte ging ein Tünnes-Spieler nach einer Notbremse für 10 Minuten vom Feld. Eine faire Aktion, dass er selbst vom Feld ging, nachdem der Schiedsrichter einmal mehr mit Ahnungslosigkeit auf sich aufmerksam machte. In dieser Phase gelang dem ASV durch Volker, der den Ball unter dem Torwart durchbugsierte, der Anschlusstreffer.

Der ASV hatte nun klare Feldvorteile, die auch anhielten als Tünnes wieder komplett war und glich nach ca. 70 Minuten durch Ömer zum 4:4 aus. Bei teilweise strömendem Regen wurden aber zwischendurch zu viele lange Bälle gespielt.

In der Folge hatte der ASV Pech bei einem an sich gut gesetzten Kopfball von Freddi, der aber den Pfosten ging. Eine scharfe Hereingabe von Ömer konnte ein Tünnes-Abwehrspieler gerade noch mit der Fußspitze klären. Dahinter hätte ein ASV-Spieler frei gestanden. Zudem hob der Tünnes-Linienrichter die Fahne zum Abseits, was deutlich keines war. Wir unterstellen da keine Absicht, aber dadurch war eine weitere gute Chance des ASV dahin.

«Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu.»
Jürgen Klinsmann

Die Partie war fast zu Ende als ein Angreifer von Tünnes nach einer Körpertäuschung frei vor Torwart Jörg auftauchte und den Ball aus 16 Metern in den Winkel zirkelte. Ein gut gemachter Treffer, der das Spielgeschehen zumindest der zweiten Hälfte ziemlich auf den Kopf stellte. Der ASV war in der zweiten Halbzeit das bessere Team, hätte einen Sieg oder zumindest ein Remis verdient gehabt. Die Moral macht aber Mut für die nächsten Begegnungen.

ASV – ZME 2:3 (2:1), 3.4.2017 20:30 Kaltental (Freundschaftsspiel)

In einem kurzweiligen Vorbereitungsspiel legten die Gäste der ZME mit viel Elan los und erzielten bald die 1:0-Führung. Die schnellen gambischen Außen der ZME bereiteten dem ASV anfangs arge Probleme. Doch nach der Führung geriet das Spiel der Gäste etwas ins Stocken. Der ASV fand nun besser ins Spiel und glich durch Wolle aus. In der Folgezeit kontrollierte der ASV mehr und mehr das Geschehen und erspielte sich zahlreiche sehr gute Chancen. Die Abwehr der ZME wirkte in dieser Phase alles andere als sattelfest. Allein zwei oder drei Mal tauchte ein ASV-Spieler alleine vor dem gegnerischen Torwart auf, ohne den Ball jedoch im Tor unterbringen zu können. Erst ein Elfmeter, den Micha sicher verwandelte, brachte die zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Führung.

In der zweiten Hälfte kamen die Gäste wieder etwas besser ins Spiel. In der Schnittstelle vor der ASV-Abwehr wurden die Räume zu groß und in der Folge ergaben sich Einschusschancen, von denen eine zum Ausgleich führte. In den letzten 20-30 Minuten konnten die Gäste aber keinen entscheidenden Druck mehr erzeugen. Ansätze verpufften. Allerdings fand der ASV in der Offensive ebenfalls nicht mehr ins Spiel. Die spielentscheidende Aktion hatten dann die Gäste in der Schluss-Sekunde.

Alternative Worldcup, „Footstock 2016“, Hannover

Der ASV war als Titelverteidiger nach Hannover gefahren, wo das Team der Internationalen Härte als Gastgeber das Footstock-2016-Turnier veranstaltete. Am Ende sprang unter 15 Teams ein sehr guter dritter Platz heraus.

Das ASV-Team war oberflächlich betrachtet zwar nahezu deckungsgleich mit den Champions von 2015, doch fehlte mit Jonás natürlich ein extrem wichtiger Mosaikstein. Außerdem fehlten mit Joosie (verletzt), Johannes und San weitere Stützen. Melik trat diesmal „nur“ als Stürmer an, machte seine Sache aber sehr gut. Mit Ömer war gegenüber 2015 eine Verstärkung an Board. Bombe stand zustätzlich als Joker zur Verfügung, Mille und Trainer Thomas Kl. waren in Cameo-Auftritten zu sehen, Leo hatte am Finaltag ebenfalls ein paar Kurzeinsätze.

Nominell standen so 15-16 Spieler zur Verfügung, reell waren es aber meist nur 13, zumal Flo schon während des zweiten Spiels verletzt ausschied. Am zweiten Tag musste auch Müsgüb passen. Volker, Leo und im letzten Spiel Ebi streiften sich am zweiten Tag zusätzlich das ASV-Trikot über, so dass alle Spiele mit +/- 13 Spielern über die Bühne gingen.

Die Vorrunde: Wo steht der ASV?

Die Website des Veranstalters titelt: ASV Filderstadt (D)
Die Gründungsurväter kommen als Titelverteidiger. Nach 25 Jahren war es ihnen letztes Jahr zum ersten Mal vergönnt die begehrte Trophäe verdientermaßen in die Höhe zu stemmen. Wir alle sind gespannt ob sie diese Leistung bestätigen können.

Mit einem „gewissen Druck“ ging der ASV in das Turnier. Im ersten Gruppenspiel wartet mit Royal Zeezicht Antwerpen der Finalgegner vom letzten Jahr als erster Gradmesser. Am Ende heißt es wie schon im Vorjahr 2:0 für den ASV, Murat und Melik hatten getroffen. Melik zeigt in diesem Spiel, dass er als Stürmer durchaus eine Verstärkung darstellt. An der Seite wirbeln Flo und Nino. Die Abwehr lässt keine Missverständnisse entstehen. Hier wird kein Grashalm Boden verschenkt. Als Liam beim Stand von 1:0 im Strafraum der Ball gegen die Hand geschossen wird, gibt es Elfmeter. Doch Gasttorwart Murphy pariert den Schuss und die folgende, etwas unübersichtliche Nachschuss-Situation kann letztlich mit vereinten Kräften geklärt werden.

Das zweite Spiel geht gegen das „Co-Heim-Team“ vom FC Brelingen. Die Mannschaft nennt sich „Die Uschis“, fällt aber eher mit ihrer rüden Gangart auf. Als Flo auf links seinen Gegenspieler wieder einmal schlecht aussehen lässt, packt dieser die Blutgrätsche aus und schickt Flo, dem es mittlerweile zum Glück wieder besser geht, ins Krankenlazarett. Auch in der Folge kann das Gastgeberteam spielerisch kaum mithalten und fällt mit weiteren unnötigen Aktionen auf. Murat und Melik lassen sich davon nicht beeindrucken und schießen das 2:0 heraus.

Im dritten Spiel geht es gegen das eigentlich polnische Team von Polonia Hannover. Schon während des Spiels wird klar, dass dies das stärkste Team der Gruppe ist, eine Mannschaft aus Vereinsspielern, die teilweise aus Personalmangel von anderen Teams rekrutiert wurden. „Gestern haben wir noch 15 Spieler, heute stehen wir mit 5 davon da“, ärgert sich ein Spieler von Polonia – nachvollziehbar. Am Ende stehen mehr Gastspieler im Kader als eigene. Doch so kann das Team wenigstens auflaufen. Trotzdem ist Polonia Hannover unangenehm zu spielen, weil die Mannschaft defensiv sehr sicher steht und auch im Mittelfeld spielerisch gut aufgestellt ist. Ömer, der das ASV-Team während des Turniers als Kapitän auf den Platz führt, kämpft und hält in Klassemanier dagegen, indem er Löcher stopft, die immer wieder aufreißen und sich in zahlreichen Zweikämpfen aufreibt. Auch die Abwehr lässt sich nicht überlisten. Nach vorne geht aber wenig. Am Ende steht es 0:0. Dass das Team von Polonia später im Finale steht, kommt daher nicht völlig überraschend.

Im vierten und letzten Vorrundenspiel ist Republica International der Gegner, ein Team das vorne zwar zwei passable Stürmer aufbieten kann, in der Abwehr aber nicht konkurrenzfähig ist. Murat (2), Melik und Bombe nutzen das eiskalt aus. Höhepunkt des Spiels ist sicher die Szene, als Bombe sich links außen durchtankt. Er ist nicht schneller als seine Gegenspieler, aber genauso wenig ist er vom Ball zu trennen. Mit seinem überraschenden Schuss aufs kurze Eck düpiert er auch noch den letzten Abwehrspieler und den Torwart. Anschließend führt ein Stellungsfehler in der ASV-Abwehr beim Stande von 4:0 zum Ehrentreffer für Republica und zum ersten ASV-Gegentreffer des Turniers. 4:1 ist gleichzeitig der Endstand. Der ASV geht mit 10 Punkten und 8:1 Toren aus vier Spielen als Gruppensieger in die Zwischenrunde.

Die Zwischenrunde: Das Déjà-vu
Schon die Vorrunde hatte gegen den Endspielgegner des Vorjahres begonnen. Doch dies sollte nicht das einzige Wiedersehen dieses Turniers bleiben. 2015 stand der ASV in der damals sogenannten „Todesgruppe“ gegen Yard United FC und Internationale Härte. Same procedure as last year. Wieder sind The Yard und Internationale Härte, der diesjährige Gastgeber, die Gegner der Dreier-Zwischenrundengruppe. Yard schlägt Internationale Härte im ersten Spiel der Zwischenrunde mit 1:0. Der Gastgeber muss gegen den ASV eigentlich gewinnen, um eine reelle Chance auf den Halbfinaleinzug zu haben. Und tatsächlich gelingt den Hannoveranern das 1:0. Doch der ASV schlägt zurück. Melik wird bei einem Kopfballversuch von hinten mit beiden ausgestreckten Armen gestoßen. Ein klarer Elfmeter. Für den Gastgeber eine tragische Aktion, weil er besser im Spiel ist. Murat verwandelt souverän und das Spiel endet 1:1. Etwas glücklich gewinnt der ASV hier einen Punkt.

Gleichzeitig wird klar: Der ASV ist hier zwar nicht mit seiner besten Truppe am Start, aber trotzdem schwer zu schlagen. Das liegt einerseits an einer stabilen Defensive, die sich auch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen lässt und andererseits an: Murat, der an diesem Tag zu großer Form aufläuft. Melik geht den zweiten Tag mit einer Knieblessur an den Start, Müsgüb und Flo schon seit dem zweiten Spiel fallen komplett aus. Der Kader dünnt sich langsam aus. Zum Glück kann der ASV nun auf Volker zurückgreifen, der sich für den zweiten Tag als Backup zur Verfügung stellt.

Der ASV braucht gegen Yard nur einen Punkt, um weiter zu kommen. Trotzdem scheint dies eine Herkulesaufgabe zu werden. Zunächst rollen zahlreiche Angriffe von The Yard auf das ASV-Tor. Der ASV wehrt sich wacker. Lange hält das Bollwerk, doch in der zweiten Halbzeit steht ein Spieler von Yard nach einer Flanke am langen Pfosten frei und verwandelt zum 1:0. Jubel bei The Yard, Jubel auch beim Gastgeber, der das Spiel an der Außenlinie verfolgt und sich in diesem Moment wieder für das Halbfinale qualifizieren kann. Bleibt der Spielstand so, würde es ein Penalty-Schießen zwischen ASV und Internationale Härte geben. Das will der ASV verhindern, darf dabei aber auch nicht das zweite Gegentor riskieren, um nicht direkt auszuscheiden. Viel Zeit bleibt nicht. Und The Yard sind bockstark. Doch bei einer eigentlich harmlosen Situation erkennt Murat, dass der Torwart von Yard zu weit vor seinem Tor steht und hebt den Ball aus 30 Metern über den Torwart hinweg unter die Latte.

Wieder setzt sich der ASV in einer starken Zwischenrunde durch, zwar nur als Zweiter aber immerhin. Der ASV wieder auf Meisterkurs? Vielleicht. Jetzt ist alles möglich. Doch dieses Jahr sind 5-6 richtig starke Teams am Start. Darunter das afrikanische Team von gEMIDe, mit Flüchtlingen aus der Elfenbeinküste, das der ASV nur vom Spielrand aus beobachten konnte oder eben Polonia Hannover, der stärkste Vorrundengegner des ASV. Diese beiden Teams qualifizieren sich ebenfalls für das Halbfinale.

Das Halbfinale: Die Kraft geht aus
Im Halbfinale geht es erneut gegen Polonia Hannover, den unangenehmsten Gegner der Vorrunde. Das mit etlichen ehemaligen Vereinsspielern gespickte Team hat seine Zwischenrunde souverän gewonnen und gezeigt, dass es zu den besten Teams des Turniers gehört. Trotzdem geht gegen den ASV nicht wirklich viel. Beide Abwehrreihen stehen sicher, die Offensivakteure tun sich wie schon im ersten Spiel schwer. Dann kommt eine Flanke von Polonia eigentlich nicht so gefährlich in den ASV-Strafraum, wird aber nicht abgefangen und am langen Pfosten schließlich von einem Polonia-Spieler verwandelt. Es steht 1:0, aber gegen die defensiv gut geordnete Mannschaft kann der ASV nichts mehr ausrichten. Gleichzeitig wird nun klar, dass die letzten Kräfte fehlen. Der ASV hatte zu 90% mit den immer gleichen 11 Leuten spielen müssen und hatte bei brütender Hitze nun nichts mehr zuzusetzen. 1:0 ist auch der Endstand.

Das Spiel um Platz 3: Hommage an den besten Spieler des Turniers
Im Spiel um Platz 3 geht es erneut gegen Yard. Laufstarke Engländer, die ständig auf das ASV-Tor anrennen würden. Während die Ersatzbank mit den Hufen scharrt, gehen die meisten anderen Spieler auf dem Zahnfleisch. Blessuren, Muskelschmerzen, alles was dazu gehört führen zu Gedanken, das Spiel um die goldene Ananas locker mit einigen Umstellungen anzugehen. Besonders in der Abwehr, die einen Altersschnitt von fast 48 Jahren ausweist und die fast ausnahmslos 140 Minuten Fußball in den Knochen hat, gibt es viele die eigentlich nicht mehr kicken wollen. Doch Murat möchte das Spiel nicht abschenken und das Team folgt ihm trotz müder Muskeln noch einmal geschlossen auf den Platz. Es war auch eine Hommage an den ungekürten besten Spieler des Turniers, der in diesem Spiel seinen siebten Turnier-Treffer erzielte, als er sich nach einer Phase der hohen Yard-Überlegenheit den Ball schnappte, auf der linken Seite unwiderstehlich an zwei Yard-Spielern vorbei zog und den Ball ins rechte untere Eck jagte. Eine fast unfassbare Szene, die den Spielverlauf ziemlich auf den Kopf stellte, denn Yard war quasi permanent in der Hälfte des ASV. Mit der Führung im Rücken zeigte die ASV-Defensive einmal mehr, dass sie auch unter massivem Druck kaum zu überwinden ist. Die Motivation kam noch einmal zurück. Etwas Glück kam in diesem letzten Spiel auch dazu. Als Murat, Melik und Ömer in der zweiten Hälfte vom Platz gehen, zeigt sich aber auch ein andere Wahrheit: Spieler, die einigermaßen frisch sind, sind gerade am Ende eines solchen Turniers von großem Wert. Und: Um für die letzten Spiele richtig konkurrenzfähig zu sein, war der Kader des ASV diesmal zu klein. 160 Minuten Fußball an 2 Tagen: Da tat am Ende jeder Schritt weh.

So war der 3. Platz letztlich ein schöner Erfolg, denn mehr war realistisch betrachtet nicht drin. Als das junge, agile und technisch beschlagene Team von gEMIDe in Finale 2:0 gegen Polonia gewann, war klar, dass es bei diesem Turnier nur einen Sieger geben konnte. Die Defensivkünstler von Polonia kassierten zum einzigen Mal zwei Gegentreffer, waren letztlich total chancenlos. Vielleicht hätte der ASV es ins Endspiel schaffen können, aber das Team von gEMIDe war an diesem Tag – und am Ende eines langen Turniers – nicht zu schlagen und somit auch ein verdienter Turniersieger.

STATISTIK

Das Team:
Tor: Jörg; Murphy (von Internationale Härte Hannover im ersten Spiel)
Abwehr: Mark, Armin, Götz, Liam
Mittelfeld: Ömer, Carsten, Murat, Flo, Nino, Müsgüb, Thomas Kl., Mille; (zweiter Tag:) Volker, Leo, Ebi
Sturm: Melik, Bombe
Trainer: Thomas Kl.
fett: mehr als 120 Minuten gespielt

Spielzeit: 2x 10 Minuten

Vorrunde:
ASV – Royal Zeezicht 2:0
ASV – FC Brelingen „Die Uschis“ 2:0
ASV – Polonia Hannover 0:0
ASV – Republica International 4:1

Zwischenrunde:
Die zwei Erstplatzierten der drei Vorrundengruppen qualifizierten sich für zwei Zwischenrundengruppen à 3 Teams.
ASV – Internationale Härte 1:1
ASV – Yard UFC 1:1

Halbfinale:
ASV – Polonia Hannover 0:1

Spiel um Platz 3:

ASV – Yard UFC 1:0

Gesamtbilanz:
8 Spiele, 4 Siege, 3 Remis, 1 Niederlage, 11:4 Tore.

Tore ASV:
Murat 7
Melik 3
Bombe 1

Endklassement:
1. gEMIDe Hannover (GER)
2. Polonia Hannover (GER)
3. ASV Filderstadt (GER)
4. Yard United FC (ENG)
5. Transformer Rectifier Unit Linden (GER)
6. Internationale Härte Hannover (GER)
7. Royal Zeezicht (BEL)
8. St. Pauli Mix (GER)
9. Easton Cowboys (ENG)
10. FC Brelingen „Die Uschis“ (GER)
11. Lunatics FC (BEL)
12. Abfahrt Bambule (GER)
13. FC Vova (LTU)
14. ICE Neckarstrasse (GER)
15. Republica International (ENG)

Endklassement Frauen:
1. Sebbenhausen/Balge Allstars (GER)
2. Republica International (ENG)
3. 1. FC Brelingen (GER)
4. Frau Dörte Becker (GER, fka St. Pauli)
5. Easton Cowgirls

ASV – Tünnes 3:5 (2:2), 16.7.2016 14:00 Feuerbach (Stadtliga-Finale)

Die Stadtliga 2016 ist vorbei. Tünnes konnte sich im letzten Spiel in einer lange Zeit umkämpften Partie letztlich 5:3 durchsetzen. Nachdem der ASV früh 1:0 in Führung ging und nach dem Ausgleich die erneute Führung zum 2:1 herausschoss, kam Tünnes zu zwei zu einfachen Toren, ging dann zwischenzeitlich 4:2 in Führung. Der ASV kam nochmal heran. Beim Stand von 4:3 hatte der ASV noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich, doch schlussendlich war Tünnes in den entscheidenden Situationen die cleverere zum Teil aber auch glücklichere Mannschaft. Der Sieg ging letzten Endes in Ordnung, weil Tünnes in der zweiten Hälfte insgesamt souveräner auftrat.

Als das Spiel vorbei war, war vielen Spielern ein Gefühlszwiespalt anzumerken. Auf der einen Seite die Enttäuschung über das gerade verlorene Finale, auf der anderen Seite der Stolz über eine sehr gute Saison und ein gutes Finalspiel. Für den ASV war es die erste Finalteilnahme nach der Meisterschaft 2010. In das Finale war der ASV verdientermaßen eingezogen und auch im letzten Spiel der Saison bot der ASV eine gute Leistung. Lob gab es auch von den Zaungästen des Finales. Tünnes hatte wie so oft in Finalspielen seine beste Mannschaft an den Start geschickt. Darunter auch ein paar starke Spieler, die in der laufenden Saison noch nicht am Ball waren. Der ASV hatte ein bisschen Verletzungspech. Von der aktuellen Mannschaft mussten Thomas W., Basti, Clemens, Marcus und Matthias verletzungsbedingt passen.

Trotzdem brachte der ASV eine gute Truppe aufs Feld und legte gleich munter los. Chris erkämpfte sich einen Ball und spielte Ömer frei, der über links vorbei zog und den Ball ins Netz hämmerte. Der gute Torwart von Tünnes war ohne echte Abwehrchance. Tünnes merkte man die vielen Wechsel zunächst an. Es lief nicht richtig rund. Erst ein Freistoß, der etwas umstritten war, brachte den Ausgleich. Der ASV ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Murat sah, dass der Torwart von Tünnes zu weit vor seinem Kasten stand und schoss aus 30-40 m aufs Tor. Der Ball segelte direkt unter die Latte, 2:1. Auf der anderen Seite kam Tünnes zu einem einfachen Tor. Der abgefälschte Ball kullerte eher ins Tor, als dass geschossen war. Den hätte man abwehren können, eigentlich müssen. Der ASV spielte aber weiter nach vorne. Noch vor der Pause wurde ein platzierter Schuss von Micha vom Tünnes-Schlussmann mit einer Klasse-Parade entschärft. Auch Wolle kam zentral zum Abschluss, zielte aber knapp neben den Pfosten. Tünnes hatte sich in der Zwischenzeit etwas eingespielt und ließ in üblicher Manier den Ball durch die eigenen Reihen laufen.

In der zweiten Hälfte spielte Tünnes seinen Ballbesitz-Fußball weiter. Doch zunächst erspielte sich der ASV noch eine Großchance als Ömer auf links am Tünnes-Außenverteidiger vorbei zog und alleine aufs Tor zulief. Die Tünnes-Spieler in der Mitte standen zu weit weg, als dass sie hätten ernsthaft eingreifen können. Das Foul war klar rotwürdig. Der Spieler kam jedoch mit Gelb davon. Die Torchance hätte die rote Karte ohnehin nicht zurückgebracht. Traurig, dass ein solches, auch recht hartes Foul sein muss. Der ASV rieb sich anschließend zu sehr mit Meckereien auf, auch wenn man zunächst noch den Eindruck hatte, dass die Spieler in der Tünnes-Abwehr müde werden. Darauf reagierte Tünnes jedoch mit einigen Wechseln, so dass die Abwehr wieder sicher stand.

Es folgte eine Phase ab der 55. Minute, in der Tünnes spielbestimmend wurde. Zunächst fiel das 3:2, danach folgten noch 2 oder 3 gute Einschuss-Chancen, die Jörg aber zunichte machte. Der ASV brachte im Spiel nach vorne keine klaren Bälle mehr an den Mann. Tünnes kontrollierte das Spiel nun und machte 20 Minuten vor Schluss mit dem 4:2 schon fast alles klar. Doch der ASV stellte nochmal um, spielte mit Dreier-Abwehrkette weiter, verstärkte die Offensive und kam durch San, der sich stark gegen den Torwart von Tünnes durchsetzte zum 4:3-Anschlusstreffer. Plötzlich war der ASV wieder im Spiel. Zwar kontrollierte Tünnes weitgehend den Ball, doch plötzlich wurde Micha auf der rechten Seite geschickt. Der Tünnes-Torwart kam sehr weit bis zur Seitenlinie aus dem Tor herausgelaufen und wäre wohl leicht zu umspielen gewesen. Stattdessen blieb der Schuss oder die Flanke am Torwart hängen. Da war sie nochmal: die große Chance zum Ausgleich. Auf der Gegenseite nutzte Tünnes einen Stellungsfehler zum entscheidenden 5:3. Jetzt war das Spiel endgültig gelaufen. Der ASV hatte nicht enttäuscht, aber Tünnes hatte in den entscheidenden Momenten das nötige Glück und die nötige Ruhe. Zu erwähnen ist noch die großartige Leistung von Fred, der mit seiner Zweikampfquote nahe an den 100% lag.

Noch eine Randnotiz: Obwohl die Torschützen dieses Jahr nicht offiziell gezählt wurden, wurde Micha mit seinen 7 Treffern vermutlich Torschützenkönig. Murat kam auf insgesamt 4 Treffer, Thomas W. auf 2.