Page 11 of 16

ASV – Tünnes 8:2 (3:1), 9.7.2018 20:15 Kaltental (Stadtliga)

«Tünnes ist nicht leicht zu schlagen» hieß es im Vorfeld der Begegnung im internen Stadtliga-Verteiler. Diese Aussage hat durchaus seine Berechtigung – agiert das Team des alten Serienmeisters in entscheidenden Situationen doch oft abgezockt. An diesem Abend war jedoch alles anders.

Der ASV ging fast mit der vollen Kapelle an den Start und startete gleich furios. Der Autor dieses Artikels, der an der Seitenlinie locker die Torszenen des Spiels notieren wollte, kam mit dem Schreiben kaum hinterher, so oft tauchte der ASV schon in der ersten Viertelstunde vor dem Tor von Tünnes auf. Bereits nach 3 Minuten hatte Thomas S. die erste Kopfballchance, doch der Ball strich knapp am Tor vorbei. Ein scharf geschlagener flacher Eckball schoss kurze Zeit später quer durch die Tünnes-Abwehr, vorbei an Freund und Feind. Schon zwei Großchancen, obwohl die Partie gerade mal 5 Minuten alt war.

Das Spiel beruhigte sich nur kurz. Nach 10 Minuten zog Micha aus 20 Metern ab und verfehlte die Führung nur knapp. Nur eine Minute später ging Gregors Schlenzer nach Hereingabe von Fred nur knapp am Tor vorbei. In der 12. Minute dann endlich der Führungstreffer. Chris G. legte den Ball zu Thomas S., der diesmal trocken verwandelte. Zu diesem Zeitpunkt hätte der ASV schon locker 3:0 führen können.

Debütant Chris G. war zu diesem Zeitpunkt der zentrale Spieler des ASV-Teams. Seine Ruhe, Übersicht und Ballfertigkeit taten dem Spiel des ASV gut. Leider war nach 15 Minuten schon wieder Schluss, als er nach einem Pressschlag unsanft zu Bode ging. Das war eine Schwächung für den ASV, der aber zum Glück postwendend das 2:0 nachlegte. Micha hatte Ömer geschickt, der den Ball souverän am Torwart vorbei ins Tor legte.

Trotzdem kam beim ASV nun ein bisschen Unruhe ins Spiel. Einen Freistoß von Tünnes konnte Torwart Jörg, der einen guten Tag erwischte, parieren (18.). Auf der anderen Seite ging ein Lupfer von Thomas S. knapp über das gegnerische Gehäuse. Der gleiche Spieler hatte eine Minute später den nächsten Treffer auf dem Kopf. In der Folge wurde das Spiel offener. Tünnes spielte mehr nach vorne und erzielte mit der zweiten Torchance das 2:1 (23.).

«Tünnes ist nicht leicht zu schlagen». Der Satz kam von einem anderen Team, das vorher seine Begegnung gegen Tünnes nur knapp gewonnen hatte. Weil Tünnes oft mit wenigen Chancen zurückkommt. Und wieder fühlte man sich erinnert an unzählige Begegnungen, in denen es genau so gelaufen war. Plötzlich stand der ASV auch nicht mehr so gut in der Defensive. Das Umschaltspiel von Angriff auf Abwehr dauerte teilweise viel zu lange und etliche Spieler ließen sich durch die Unruhe auf dem Platz ablenken. Nadelstiche konnte der ASV trotzdem setzen. Ömer hatte zwei Chancen, die erste per Weitschuss, die zweite nach einem Alleingang. Auf der Gegenseite rettete Hannes auf der Torlinie. Da wäre er fast gewesen, der Ausgleich. Mit der dritten Toraktion von Tünnes. Nun aber nutze der ASV eine Konterchance. Micha ging allein durch und verwandelte zum 3:1 (29.). Das brachte wieder ein wenig Ruhe ins Spiel, das nach der atemberaubenden ersten halben Stunde nun zwischenzeitlich ein wenig verflachte.

Erst 10 Minuten später legte Vinz nach einem Konter den Ball rechts rüber auf Chris N., dessen Schuss ins kurze Eck jedoch vom Torhüter des Gegners pariert wurde. Gegen Ende der ersten Hälfte kam wieder Unruhe auf, von der sich der ASV zunehmend anstecken ließ.

In der Pause wurde der Plan für die zweite Hälfte festgelegt. Das defensive Mittelfeld stärken, nicht von der Unruhe anstecken lassen, sondern das eigene Spiel durchziehen und vor allem auch auf das defensive Umschaltspiel achten. Denn die Löcher vor der Abwehr waren kurz vor der Pause deutlich zu groß.

Die Ansagen fruchteten. Der ASV erspielte sich wieder eine optische Überlegenheit. Die erste Chance der zweiten Hälfte hatte Ömer. Anschließend kam Micha im Strafraum aus der Drehung zum Schuss. Ein Tünnes-Spieler hielt den Fuß drauf, Elfmeter. Hannes trat an, doch der Torhüter konnte parieren. Im Nachsetzen versuchte es Hannes per Grätsche, Thomas S. war aber von hinten in den Strafraum geeilt und spitzelte letztlich den Ball über die Torlinie zum 4:1 (50.). Bereits eine Minute später markierte Micha seinen zweiten Treffer nach einer Flanke von Ömer, 5:1. Auf der Gegenseite konnte sich Jörg am 5er auszeichnen, als Tünnes über außen durchbrach und er dem Stürmer letztlich den Ball vom Fuß klaute.

Der ASV war nun sehr gut in der Partie und jeder erfüllte seriös seine Aufgaben. Nichts zu sehen vom often gescholtenen Loch vor der Abwehr. Überragend in der zweiten Hälfte waren Gregor und Fred, die alle Löcher zuliefen und im Ballbesitz von Tünnes nicht zu stellen waren. Vorne trafen Thomas S., Micha und Ömer fast wie sie wollten und hinten stand die gesamte Abwehrreihe sicher. Nach 60 Minuten dann das letzte Aufbäumen des Gegners mit einem Weitschuss ins obere lange Toreck, 5:2. Das konnte den ASV allerdings nicht mehr beeindrucken und die Gegenwehr schwand nun.

Wenige Minuten später der vielleicht schönste Angriff des Tages. Ömer zog von halbaußen einen Spurt an, zog ins Zentrum und legte den Ball mit dem Außenrist vorbei am Verteidiger auf den kreuzenden Micha in den Strafraum. Dort hatte dieser noch Zeit, abzustoppen und den Ball auf den linken Fuß zu legen – und da der Torwart zu weit in der Mitte stand, verwandelte Micha trocken ins kurze Eck zum 6:2 (66.).

Maxim, ein weiterer Debütant dieses Abends, war nun im Spiel und machte gleich mit mehreren guten Aktionen auf sich aufmerksam. Zunächst flankte er auf Thomas S., der aber knapp verpasste. Auch Chris N. konnte eine Hereingabe nicht verwerten. Schließlich trat Maxim einen Freistoß hart und flach aufs Tor und der Ball wäre fast unter dem Torhüter durchgerutscht, aber letztlich konnte dieser den Ball gerade noch vor der Torlinie stoppen. Kurz vorher hatte Wolle das 7:2 besorgt (80.).

In der Schlussminute ging zunächst ein Weitschuss von Ömer am Tor vorbei, kurz darauf kam Chris N. nach einer Flanke zum Schuss und den Abpraller staubte San in altbekannter Manier ab. Mit 8:2 ging ein Spiel zu Ende, das fast nur aus Torszenen bestand – gefühlt. Anschließend ließ man sich das vom Gegner netterweise spendierte Bier schmecken. Die Mannschaft hatte es sich an diesem Abend ausnahmslos verdient. Sie hatte seriös verteidigt und nach vorne immer wieder überfallartige Angriffe gefahren. Es war eine der besten Leistungen der letzten Jahre.

Die Tore im Überblick:

1:0 Thomas S. (12., Chris G.)
2:0 Ömer (16., Micha)
2:1 Tünnes (23.)
3:1 Micha (29.)
4:1 Thomas S. (50., Hannes)
5:1 Micha (51., Ömer)
5:2 Tünnes (60.)
6:2 Micha (66., Ömer)
7:2 Wolle (80.)
8:2 San (90. Chris N.)

Zum Einsatz kamen:

Tor: Jörg
Abwehr: David K., Götz, Clemens, Hannes, Stephan W.
Mittelfeld: Chris G., Gregor, Fred, Thomas S., Vinz, Chris N., Wolle, Maxim, Eazy, Ebi
Sturm: Ömer, Micha, San

ASV – Pumas 6:3 (2:0), 30.6.2018 13:00 Feuerbach (Stadtliga)

In einem abwechslungsreichen Spiel gewann der ASV trotz eines verschossenen Elfmeters am Ende verdient mit 6:3.

Die Pumas starteten engagiert in die Partie und konnten sich früh im Spiel für einige Minuten am Strafraum des ASV festsetzen. Es dauerte eine Zeit ehe sich der ASV aus der Umklammerung befreien konnte. Das erste Ausrufezeichen setzte dann Doran nach 15 Minuten mit einem Kopfball, der knapp über das gegnerische Tor strich. Von nun an kam der ASV besser ins Spiel. Vinz hatte eine weitere Chance nach einer Flanke von David G. Nach einem Foul im Strafraum der Pumas konnte Freddi kurze Zeit später das 1:0 erzielen. Zwar war der Torwart noch dran, doch letztlich kullerte der Ball unter ihm hindurch ins Netz.

Der ASV nahm nun ein bisschen das Tempo raus, die Pumas versuchten zu antworten. Dennoch spielten sich die meisten Situationen im Mittelfeld ab. Kurz vor der Pause schnappte sich Freddi den Ball und schloss seine Elnzelaktion mit dem 2:0 ab. Die sichere Führung.

Den Pumas ging nun etwas die Luft aus, da sie nur mit 12 Leuten angetreten waren. Auf der anderen Seite war der ASV zwar die bessere Mannschaft, überhastete Aktionen kosteten unnötigerweise aber immer wieder den Ballbesitz, die Kontersituationen wurden nicht klar ausgespielt. Plötzlich dann das 2:1. Quasi aus heiterem Himmel und ebenso unnötig.

Nach einer kurzen Trinkpause agierte der ASV dann aber ruhiger, spielte klarere Pässe und kam nach einer schönen Hereingabe von Ömer zum 3:1 durch Thomas S. (65.). Eine Unachtsamkeit auf der rechten Abwehrseite brachte aber fast postwendend das 3:2. Dabei stocherten mehrere Spieler auf der Torlinie um den Ball, der schließlich vom langen Pfosten zurück ins Feld sprang und dort von den Pumas im Nachsetzen verwandelt wurde. Ein Eier-Tor. Anschließend dann eine kuriose Situation. Der Schiedsrichter entschied nach einem Zweikampf (zu unrecht) auf Elfmeter für die Pumas. Dieser wurde auch ausgeführt und verwandelt. Das vermeintliche 3:3. Doch an der Außenlinie hatte der Linienrichter schon vorher versucht, auf sich aufmerksam zu machen, was erst nach dem Tor gelang. Es war Abseits gewesen und so wurde das Spiel mit Abstoß fortgesetzt.

Wenig später stellte der ASV den 2-Tore-Vorsprung wieder her. Chris hatte geflankt und ein Spieler der Pumas hatte den Ball ins eigene Netz verlängert, 4:2 (75.). Nun war der Widerstand gebrochen. Der ASV erhielt nun seinerseits einen berechtigten Elfmeter, doch wieder einmal bewahrheitete sich die Weisheit, dass der gefoulte Spieler nicht selbst schießen sollte, denn David G. scheiterte am Torhüter der Pumas. Nur eine Minute später machte er es allerdings besser als er nach einer Flanke von Vinz locker zum 5:2 einschob. Auf der anderen Seite konnten die Pumas zwar nochmal auf 5:3 verkürzen, doch Ömer stellte nach einem Konter den 6:3-Endstand her.

Für den ASV am Start:

Tor: Jörg
Abwehr: Richard, Clemens, Hannes, David K., Armin, Liam
Mittelfeld: David G., Freddi, Volker, Chris N., Fred, Doran, Ebi
Sturm: Ömer, Vinz

Tore:

1: 0 Freddi (20., Elfmeter)
2:0 Freddi (43., -)
3:1 Thomas S. (65., Ömer)
4:2 Eigentor Pumas (75., Chris N.)
5:2 David G. (86., Vinz)
6:3 Ömer (90., -)

ASV – Uniting Nations 3:3 (2:3), 9.6.2018 11:00 Feuerbach (Stadtliga)

Eine unangenehme schwüle Hitze erwartete die Spieler beider Teams bereits am frühen Samstag Vormittag. Dennoch startete die Partie schwungvoll und nach kurzer Abtastphase erspielte sich der ASV ein leichtes optisches Übergewicht. In Führung ging jedoch Uniting Nations nach einer Bananenflanke, die direkt zwischen zwei ASV-Verteidigern die Sturmspitze des Gegners fand. Dieser nickte den Ball zur Führung ein.

Der ASV schüttelte sich kurz und spielte dann wieder nach vorne. Micha konnte im gegnerischen Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Klarer kann ein Elfer kaum sein. Gregor verwandelte aus 11 Metern. Doch wer nun gedacht hatte, der ASV hätte das Spiel im Griff, sah sich getäuscht. Vielmehr egalisierten sich beide Teams weitgehend. Den Treffer erzielten jedoch abermals Uniting Nations zur erneuten Führung. Der ASV musste also wieder hinterher laufen. Doch zum Glück gelang der Ausgleich postwendend durch eine Co-Produktion zweier Einwechselspieler: Chris N. steckte durch zu Thomas S. und dieser verwandelte trocken zum 2:2. Jetzt waren gerade mal gut 20 Minuten gespielt.

Überhaupt die Einwechselspieler: Bei diesen Temperaturen waren die 5 Einwechselspieler dringend erforderlich, denn einigen Spielern gingen Mitte der ersten Halbzeit erstmals die Kräfte aus, vor allem im Mittelfeld, wo viel gelaufen werden musste.

Uniting Nations standen in der Abwehr recht sicher und ließen nicht viel zu. Die Offensive des ASV kam in dieser Phase über Ansätze nicht hinaus, spielte die Bälle teilweise auch zu hektisch nach vorne. Als die Pause kurz vor der Tür stand, nutzte Uniting Nations eine Unachtsamkeit in der ASV-Defensive zur erneuten Führung, 2:3. So stand es auch zur Pause. Zwischenzeitlich hatte Gregor mit einem schönen Schlenzer noch die Latte getroffen. Chancen waren da für den ASV, aber Uniting Nations nutzten ihre Gelegenheiten besser.

In der zweiten Halbzeit war die Devise, zunächst einmal ruhiger zu spielen und den besten Spieler des Gegners aus dem Spiel zu nehmen. Das klappte sehr gut. Der ASV gewann langsam wieder ein optisches Übergewicht und nach knapp 60 Minuten steckte Gregor auf Micha durch, der frei vor dem Tor dem starken gegnerischen Keeper keine Chance ließ. Kurz darauf hätte der ASV durch einen weiteren Elfmeter erstmals in Führung gehen können, doch der Schuss von Gregor war für den Torwart kein Problem.

In der Folge begann die stärkste Phase des ASV, der seinen Gegner jetzt in der eigenen Hälfte einschnürte. Im Drei-Minuten-Takt gab es gute Chancen zur Führung nach teilweise sehenswerten Aktionen. Nur die letzte Konsequenz fehlte. Zu diesem Zeitpunkt hätte der ASV längst mit zwei oder drei Toren in Führung liegen können oder gar müssen. Gegen Ende des Spiels hatte man bei zwei Kontern allerdings Glück, dass man nicht noch als Verlierer vom Platz ging.

So konnte der ASV unter dem Strich mit dem Punkt gegen einen über weite Strecken gleichwertigen und in der Offensive immer wieder gefährlichen Gegner zufrieden sein.

Der ASV spielte wie folgt:
Tor: Jörg
Abwehr: Hannes, Götz, Clemens, David K., Stephan Br.
Mittelfeld: Fred, Gregor, Volker, David G., Vinz, Chris N., Rouven, Isi
Sturm: Micha, Thomas S.
Stand-by: Armin, Liam
Trainer: Thomas Kl.

ASV – Uniting Nations 4:3 (4:1), 22.7.2017 11:00 Feuerbach (Stadtliga)

Mit einem versöhnlichen Abschluss beendet das ASV-Team die Stadtliga 2017. Ein verdienter 4:3-Sieg bringt in einer Saison mit wechselhaften Ergebnissen am Ende den 7. Platz.

Im Gegensatz zur Vorwoche waren einige Leistungsträger ins Team zurückgekehrt. Gastspieler Max (ein Freund von Vince) verstärkte außerdem den Sturm. Verzichten musste der ASV gegenüber der Vorwoche allerdings auf Clemens, Gregor und Julius. Diesmal war auch wieder mehr Zug im Team, das von Beginn an das Negativerlebnis der Vorwoche vergessen machen wollte.

Mit folgender Startaufstellung ging der ASV in die Partie:

Jörg
Hannes – Götz – Matthias – Nino
Thomas S. – Stefan B. – Wolle
Freddi – Vince
San

Außerdem standen Liam, Armin, Stephan W., Ebi und Max zur Verfügung.

Der ASV startete gut in die Partie und gewann schnell eine optische Überlegenheit. Freddi spielte im Mittelfeld eine überragende Partie und war der Dreh- und Angelpunkt im ASV-Spiel. Vorne sorgte San mit seinem Pfostenknaller für den ersten Paukenschlag. Der Ball war von links vor das Tor gelegt worden, wo San in den Ball sprintete und nur knapp am Aluminium scheiterte. Das war nicht die einzige ASV-Chance, doch zunächst wollte der Ball nicht ins gegenerische Tor.

Stattdessen ging Uniting Nations durch einen berechtigten Foulelfmeter in Führung. Matthias kam mit seiner Grätsche zu spät und brachte den gegnerischen Spieler zu Fall.

Doch der ASV ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Freddi setzte sich halb rechts an der 16er-Kante durch und flankte auf den frei stehenden Thomas S. Bevor der Ball diesen erreichen konnte, fälschte ein Spieler der Uniting Nations den Ball ins eigene Netz ab. Der ASV war wieder im Spiel. Nach der Trinkpause lief das Spiel noch besser. Freddi setzte auf der rechten Seiten zu einem Dribbling an, legte in die Mitte auf Vince und dieser setzte den auf der linken Seite völlig frei stehenden Max in Szene, der kurz zuvor eingewechselt worden war. Max musste nur noch vollenden und erzielte mit einem Tunnel für den Torhüter die 2:1-Führung. Nur kurze Zeit später spielte Hannes von rechts eine hohe Flanke aus vollem Lauf erneut auf Max, der per Kopf seinen zweiten Treffer erzielte.

Es sollte sogar noch besser kommen. Einen Freistoß zentral vor dem gegnerischen Gehäuse verwandelte Freddi per direktem Freistoß rechts unten ins Eck. Der Torwart, der bis dahin gar nicht so schlecht gehalten hatte, sah dabei nicht ganz glücklich aus. Mit 4:1 ging es in die Pause.

Zunächst sah das Spiel des ASV weiterhin gut aus. Stefan verteilte im Mittelfeld gut die Bälle, Thomas S. hatte ebenfalls wieder die eine oder andere starke Szene, Freddi zog weiter die Fäden, musste nach einer Zeit aber verletzt ausgewechselt werden. Uniting Nations verkürzte auf 4:2. Das Spiel wurde wieder spannend. Es war eine kurze Phase von ca. 5 Minuten, in der sich der Gegner in der ASV-Hälfte festsetzen konnte.

Allerdings vermochten es die vereinigenden Nationen zu selten, ihre Stürmer in Szene zu setzen. Spätestens in der ASV-Abwehr war Schluss. Das Spiel plätscherte nun etwas vor sich hin. Der ASV wechselte durch. Viel gelang in dieser Phase nicht, aber Nino hätte nach einem Sprint über links den Sack zumachen können, war schon am Torwart vorbei, aber der Abschluss misslang völlig. Dennoch stand der ASV hinten weitgehend sicher.

Erst kurz vor Schluss wurde es nochmal richtig spannend. Der Ball sprang auf die ASV-Torlinie, Handspiel wurde reklamiert, Hannes versuchte noch zu klären, erwischte den Ball aber nicht mehr richtig, der Ball knallte unter die Latte und von dort ins Tor. 4:3, noch 2 Minuten zu spielen. Den Sieg ließ sich der ASV aber nicht mehr nehmen. Ein verdienter Erfolg, der auch hätte höher ausfallen können.

Als Saisonfazit lässt sich feststellen, dass es keine ganz schlechte Saison war. Im entscheidenden Spiel entschied das Elfmeterschießen darüber, dass man nicht mindestens Vierter wurde. Es war mehr drin. Aber die Aufstellung am Spieltag entscheidet eben oft. Die Bilanz für dieses Jahr:

6 Spiele, 3 Siege, 1 Remis (im 11m-Schießen verloren), 2 Niederlagen.
10 Punkte, 16:21 Tore, Diff.: -5

ASV – 98elf 1:9 (0:5), 15.7.2017 11:00 Feuerbach (Stadtliga)

Als die Spieler des ASV an diesem Morgen den Rasen betraten, war schon zu erahnen, dass kein gutes Spiel herauskommen würde. Nur 12 Spieler hatten den Weg ins Feuerbacher Tal gefunden, die Motivation war gering.

Nach dem denkbar knappen Viertelfinalaus gegen Gongduri schien die Saison gefühlt beendet. Schon beim Einspielen merkte man dem Team an, dass die nötige Anspannung fehlte. Auf der anderen Seite stand ein gut aufgestellter, hoch motivierter Gegner, der mit der gleichen Mannschaft Tünnes 7:1 geschlagen hatte und die Scharte der Vorwoche gegen CT United (0:8) wieder gut machen wollte. Einmal mehr bewahrheitete sich in der Stadtliga, dass die Mannschaftsstärken von Spiel zu Spiel stark variieren.

Zwar waren mit Jörg, Clemens, Nino, Gregor und Julius immer noch fünf Spieler vom Stamm dabei, doch die Ausfälle waren beträchtlich. Um nur mal einige Namen zu nennen: Mit Freddy, Fred, Wolle, Chris, Thomas S., Götz, Ömer, Murat und Micha fehlten u.a. gleich 9 aktuelle Leistungsträger. Auch vom erweiterten Stammkader fehlten einige Spieler. Die Langzeitausfälle sind da noch nicht einmal mit drin. 22 fehlende Spieler waren es insgesamt – ein Langzeit-Negativrekord. Dass der ASV unter diesen Umständen überhaupt noch eine vollständige Mannschaft an den Start schicken konnte, liegt am glücklicherweise sehr großen Kader.

Die ASV-Rumpftruppe tat sich von Beginn an schwer, mitzuspielen. Nach vorne ging so gut wie gar nichts, in der Defensive gab es wenig Zugriff auf den Gegner, der teilsweise mit 3 oder 4 Leuten im 16er des ASV auftauchen konnte. Torwart Jörg verhinderte mit einigen guten Paraden sogar noch ein höheres Ergebnis. Es lief überhaupt nichts, vor allem nicht in der ersten Hälfte. Da durfte natürlich auch ein Eigentor nicht fehlen. 0:5 stand es bereits zur Pause. Volker hatte die einzige echte ASV-Chance in der ersten Hälfte als er sich auf der rechten Außenbahn einmal gut durchsetzte, aber letztlich knapp am Keeper der 98elf scheiterte. Der Ball ging haarscharf am linken Pfosten vorbei.

Zur Halbzeit kam Sponsor Berry zu Zuschauen. Er startete die zweite Hälfte mit seinem Anstoß. Das war aus ASV-Sicht bis dahin das Highlight des Spiels. Der ASV riss sich nun aber ein wenig zusammen und zeigte, wie es auch hätte gehen können. Ebenfalls zur zweiten Halbzeit gekommen war Doran, der jetzt auf der linken Außenbahn für mehr Schwung sorgte. Die 98elf schaltete in dieser Phase auch ein wenig zurück, aber der ASV spielte auch viel besser. Folgerichtig kam es zu Chancen. Bei einer wurde Vince von den Beinen geholt und Julius verwandelte den fälligen Foulelfmeter souverän. Nochmal Vince hätte eigentlich auf 2:5 stellen müssen, entschied sich frei vor dem Torwart allerdings für einen Lupfer, der in den Armen des Torwarts landete. In dieser Phase hatte der ASV sogar etwas mehr vom Spiel.

In der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit brachten zwei Billard-Tore, bei denen der geklärte Ball jeweils auf Umwegen wieder vor den Füßen des Gegners landete, das 7:1. Jetzt war die Moral des ASV endgültig gebrochen. Die starke Offensive der 98elf rund um den überragenden Rudi erspielte sich noch mehrere Chancen. Am Ende rettete der ASV wenigstens noch ein einstelliges Ergebnis über die Zeit.